NIE WIEDER KRIEG

Nie wieder Krieg!

Dieser Sticker zeigt revolutionäre Matrosen zur Novemberrevolution in Kiel.  Im Jahr 1918 tobte seit vier Jahren der 1. Weltkrieg, Soldaten fielen für das Interesse des Kapitals übereinander her. Im Oktober 1918 sollte die kaiserliche Kriegsmarine für ein letztes, sinnloses Gemetzel gegen die englische Flotte auslaufen. Die Matrosen entschieden sich allerdings für ihr Leben, gegen den Krieg und den sicheren Tod auf See. Sie meuterten, sabotierten die Schiffe und hinderten so die Flotte am Auslaufen, woraufhin ein Teil dieser in den heimatlichen Hafen nach Kiel zurückbeordert wurde. Auf dem Weg nach Kiel, am 31. Oktober nutze die Militärführung ihre Chance, verhaftete 47 vermeintliche Rädelsführer und steckten sie ins Militärgefängnis in der Wik.

In Kiel nutzten die Matrosen den Landgang, um sich mit der Arbeiter*innenbewegung zusammenzuschließen. Bereits am späten Nachmittag des 3. Novembers 1918 versammelten sich tausende Menschen zu einer Demonstration gegen Hunger, Krieg und für den Frieden und bewegten sich in Richtung des Knastes, um die Gefangenen zu befreien.

Hierbei eskalierte die Situation, als regierungstreue Soldaten das Feuer auf die Demonstration eröffneten und 9 Menschen starben. Fürs erste konnte der Aufstand blutig niedergeschlagen werden, aber die Revolutionäre bewaffneten sich und schlugen zurück. In Betrieben und Kasernen bildeten sich Arbeiter –und Soldatenräte, die sich die Kontrolle über die Stadt aneigneten. Am Abend des 5. Novembers war Kiel rot.

Kiel gab das Signal!

Die Revolution verbreitete sich wie ein Lauffeuer über das ganze Reich. Am 9. November dankte der Kaiser ab, zwei Tage später wurde der Krieg beendet. Leider konnte sich die von Karl Liebknecht ebenfalls am 9. November ausgerufenen „Freie Sozialistische Republik“ nicht gegen die von rechten Sozialdemokraten ausgerufene „Weimarer Republik“ behaupten und wurde genau wie die regionalen Räterepubliken in Bremen oder München, welche der Oktoberrevolution von 1917 in Russland am nächsten kamen, niedergeschlagen. Gebilligt durch die Parteiführung der SPD, allen voran Gustav Noske, gipfelten die Ereignisse in der Ermordung von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg durch rechte Freikorps am 15. Januar 1919 in Berlin.

Und heute?

Wir befindet uns zwar nicht in einem Weltkrieg, aber die BRD beteiligt sich momentan trotzdem in 13 verschiedenen Auslandseinsätzen. Sie ist damals wie heute eine imperialistische Macht. Die führenden Monopolkapitalisten sind soweit mit dem Staat verschmolzen, dass seine Politik nur noch deren Interessen vertritt.

Mit „Deutschlands Platz an der Sonne sichern“(Von Bülow, Reichskanzler/Kaiser Wilhelm II.) oder „Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch verteidigt“ (2004, Peter Struck, Verteidigungsminister, SPD) versuchen sie uns schmackhaft zu machen, dass wir unser Blut und Leben lassen sollen, damit die deutsche Wirtschaft wächst. Dafür setzen sie alle Hebel in Bewegung. Mit staatlichen Großaufträgen lässt sich die Krise noch ein ganzes Stück nach hinten verschieben. Löhne lassen sich drücken und sozialpartnerschaftliche Gewerkschaften lassen sich das gefallen.
Aber irgendwann sind alle Märkte und Rohstoffquellen erschlossen und jeder Mensch hat mehr Waren gekauft als er braucht.

Was dann?

Dann müssen wieder Bomben fallen und Länder zerstört werden. Und wenn nach dem Krieg wieder ein neuer Markt entsteht, können die imperialistischen Industriestaaten kräftig weiter verdienen.

So kann es nicht weiter gehen!

Reformen bringen langfristig keine Veränderungen. Die revolutionäre Überwindung des kapitalistischen Systems ist notwendig. Wir müssen mit dieser kapitalistischen Logik brechen und eine Gesellschaft errichten, in der niemand mehr durch die Profitinteressen einiger, weniger Monopolkapitalisten abgeschlachtet werden muss.

Wir fordern eine sofortige Einstellung der Rüstungsproduktion, einen Stopp der Auslandseinsätze, die Auflösung der Bundeswehr, die Enteignung der Produktionsmittel und den Rücktritt der amtierenden Politiker!

Hinter Krieg und Krise steht das Kapital, der Kampf um Befreiung bleibt International!

Aufstehen für den Kommunismus!

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